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Handbuch für Ihre digitale Beschilderung

Bildschirme einrichten, verwalten und mit Inhalten füllen
Für Mandanten von Tempio Signage  ·  tempio-suite.de

Dieses Handbuch begleitet Sie von der Buchung Ihres Kontos bis zum laufenden Bildschirm. Sie richten Ihre Geräte selbst ein – Schritt für Schritt, ohne technisches Vorwissen. Für jeden Player-Typ, für Ihre Playlists und für den täglichen Betrieb finden Sie hier eine verständliche Anleitung.

Inhalt

  1. Willkommen & erste Schritte
  2. Die drei Player-Typen im Überblick
  3. Raspberry-Pi-Player einrichten
  4. Die Konfigurations-Oberfläche des Pi
  5. Windows-Player und URL-Player einrichten
  6. Playlists mit Inhalten füllen
  7. Welche SD-Karte für wie viel Video?
  8. Betriebshinweise & Netzwerk-Empfehlung
  9. Hilfe – was tun, wenn etwas nicht läuft?

1Willkommen & erste Schritte

Sie haben ein Konto bei Tempio Signage gebucht – herzlich willkommen. Mit Tempio Signage steuern Sie beliebig viele Bildschirme zentral über ein Dashboard im Internet: Sie legen Playlists an, laden Bilder und Videos hoch, und Ihre Geräte spielen alles automatisch ab – auch dann weiter, wenn kurz das Internet ausfällt.

Der Ablauf ist immer derselbe:

1
AnmeldenMelden Sie sich im Tempio-Dashboard mit Ihren Zugangsdaten an.
2
Gerät einrichten & koppelnSie richten einen Bildschirm-Player ein (siehe Kapitel 2–5) und koppeln ihn über einen Code mit Ihrem Konto.
3
Playlist zuweisenSie erstellen eine Playlist mit Ihren Inhalten und weisen sie dem Bildschirm zu.
4
FertigDer Bildschirm spielt Ihre Inhalte automatisch – und aktualisiert sich selbst, sobald Sie im Dashboard etwas ändern.
Was Sie brauchen Für einen Raspberry-Pi-Player: einen Raspberry Pi 3 B+, eine SD-Karte, einen Kartenleser für Ihren Computer, einen Bildschirm mit HDMI-Anschluss und ein Netzwerk (LAN-Kabel für die Ersteinrichtung empfohlen, danach WLAN möglich). Das Tempio-Master-Image laden Sie von unserer Signage-Webseite herunter.

2Die drei Player-Typen im Überblick

Ein „Player" ist das Gerät bzw. das Programm, das Ihre Inhalte auf einem Bildschirm anzeigt. Tempio Signage kennt drei Arten. Welche Sie wählen, hängt davon ab, welche Hardware Sie einsetzen möchten.

Raspberry-Pi-Player empfohlen für feste Bildschirme

Ein kleiner, günstiger Minicomputer (Raspberry Pi), der fest hinter dem Bildschirm sitzt. Er spielt Bilder und Videos mit Ton ab, läuft rund um die Uhr und funktioniert auch offline weiter. Ideal für Schaufenster, Empfang, Gastraum – überall, wo ein Bildschirm dauerhaft läuft.

Windows-Player für vorhandene PCs

Ein Programm, das auf einem Windows-Rechner läuft. Praktisch, wenn Sie ohnehin einen PC oder eine Mini-PC-Box am Bildschirm haben. Zeigt Bilder und Videos an – im Kiosk-Modus (per Installer eingerichtet) auch Videos mit Ton. Läuft im Dauerbetrieb mit automatischer Überwachung.

URL-Player am schnellsten

Kein eigenes Gerät nötig: Sie öffnen einfach eine Web-Adresse in einem Browser (z. B. auf einem Smart-TV, Tablet oder beliebigen Bildschirm mit Browser). Am schnellsten eingerichtet, benötigt aber eine dauerhafte Internetverbindung. Zeigt Bilder und Videos an – Videos immer ohne Ton (siehe Hinweis unten).

Kurz gesagt Feste Bildschirme, die zuverlässig laufen sollen (auch mit Video und offline): Raspberry-Pi-Player. Vorhandener PC am Bildschirm: Windows-Player. Schnell mal etwas anzeigen über einen Browser: URL-Player.
Ton bei Videos: Pi-Player und Windows-Kiosk Videos mit Ton laufen beim Raspberry-Pi-Player (über HDMI) und beim Windows-Player im Kiosk-Modus (per Installer eingerichtet). Beim URL-Player laufen Videos dagegen immer stumm – er läuft in einem beliebigen Browser, dessen Autoplay-Verhalten wir nicht steuern können, und Web-Browser schalten selbststartende Videos automatisch stumm. Kurz: Ton brauchen Sie? Pi-Player oder Windows-Kiosk. URL-Player = ohne Ton.

3Raspberry-Pi-Player einrichten

Der Raspberry-Pi-Player ist die empfohlene Lösung für feste Bildschirme. Die Einrichtung erfolgt einmalig und dauert etwa 15 Minuten.

Unterstützte Geräte Raspberry Pi 3 B+ – getestet und empfohlen.  Raspberry Pi 4 – läuft sehr wahrscheinlich, ist aber nicht offiziell getestet.  Raspberry Pi 5 – wird nicht unterstützt (andere Video-Hardware).

Schritt 1: Master-Image herunterladen

Laden Sie das Tempio-Master-Image von unserer Signage-Webseite herunter (der Download-Link befindet sich im Bereich Signage auf tempio-suite.de). Es ist eine Datei mit der Endung .img.

Schritt 2: Image auf die SD-Karte schreiben

Zum Übertragen des Images auf die SD-Karte empfehlen wir den kostenlosen Raspberry Pi Imager (erhältlich unter raspberrypi.com):

1
Raspberry Pi Imager öffnenund die SD-Karte in den Kartenleser Ihres Computers stecken.
2
„Eigenes Image verwenden" wählenund die heruntergeladene .img-Datei auswählen.
3
SD-Karte als Ziel wählen– achten Sie darauf, wirklich die SD-Karte auszuwählen und nicht versehentlich eine andere Festplatte.
4
Schreibenund warten, bis der Vorgang abgeschlossen ist.

Schritt 3: Konfigurationsdatei erstellen und ablegen

Damit der Pi weiß, mit welchem WLAN er sich verbinden soll und wie er heißt, braucht er eine Konfigurationsdatei namens signage.conf. Diese erstellen Sie bequem mit unserem Konfigurator – ein Werkzeug, das Sie im Bereich Signage auf unserer Webseite finden.

1
Konfigurator öffnen(im Signage-Bereich auf tempio-suite.de) und die Felder ausfüllen: WLAN-Name, WLAN-Passwort, gewünschter Gerätename und die Server-Adresse.
2
Datei herunterladenDer Konfigurator erzeugt eine fertige, fehlerfreie signage.conf.
3
Auf die SD-Karte kopierenStecken Sie die SD-Karte (weiterhin) in den Computer. Es erscheint ein kleines Laufwerk namens bootfs. Kopieren Sie die signage.conf direkt in dieses Laufwerk (nicht in einen Unterordner).
Wichtig zur Server-Adresse Hinter der Server-Adresse darf kein Schrägstrich stehen (also https://…tempio-suite.de, nicht …de/). Wenn Sie den Konfigurator verwenden, wird das automatisch berücksichtigt. Falls Windows beim Einstecken der Karte fragt, ob der Datenträger formatiert werden soll: immer „Abbrechen" klicken.

Schritt 4: Pi starten und koppeln

1
Karte einsetzen & anschließenSD-Karte in den Pi, Bildschirm per HDMI anschließen, für die Ersteinrichtung möglichst ein LAN-Kabel anstecken, dann den Strom anschließen.
2
Erster StartBeim ersten Start richtet sich der Pi selbst ein (WLAN verbinden, beim Server anmelden). Das dauert ein bis zwei Minuten – der Bildschirm bleibt dabei kurz dunkel.
3
Kopplungscode ablesenDanach erscheint auf dem Bildschirm ein Kopplungscode (Format ABC-123).
4
Im Dashboard koppelnÖffnen Sie im Tempio-Dashboard den Bereich Bildschirme → Raspberry Pi Player per Code koppeln und geben Sie den Code ein.
5
Playlist zuweisenWeisen Sie dem Gerät eine Playlist zu (siehe Kapitel 6) – der Bildschirm spielt sie sofort ab.
Den Code auch bequem am Rechner ablesen Sie können den Kopplungscode auch über die Konfigurations-Oberfläche des Pi einsehen (siehe Kapitel 4), ohne vor dem Bildschirm stehen zu müssen. Die dafür nötige Adresse zeigt Ihnen das Dashboard beim Gerät an.

4Die Konfigurations-Oberfläche des Pi

Jeder Raspberry-Pi-Player bringt eine kleine Weboberfläche mit, über die Sie das Gerät im laufenden Betrieb verwalten – ohne die SD-Karte anfassen zu müssen. Damit ändern Sie WLAN, Server-Adresse oder den Gerätenamen und sehen den Kopplungscode.

So öffnen Sie die Oberfläche

Die Oberfläche erreichen Sie im lokalen Netzwerk über die Adresse http://<IP-des-Pi>:8080. Die aktuelle IP-Adresse jedes Geräts wird Ihnen im Dashboard beim jeweiligen Player angezeigt – Sie müssen sie also nicht selbst heraussuchen. Klicken Sie dort einfach auf die angezeigte Adresse.

Was Sie hier tun können

WLAN-Wechsel ist abgesichert Wenn Sie das WLAN ändern, prüft der Pi die neue Verbindung zuerst. Klappt sie nicht (z. B. falsches Passwort), kehrt er automatisch zum alten Netz zurück – das Gerät bleibt also erreichbar. Beim Umstellen bricht die Verbindung zur Oberfläche kurz ab; laden Sie die Seite nach etwa 30 Sekunden neu, um das Ergebnis zu sehen.
Passwortschutz empfohlen Setzen Sie ein Passwort für die Konfigurations-Oberfläche, wenn sich Ihr Gerät in einem Netzwerk befindet, in dem auch andere Personen unterwegs sind. Ein vergessenes Passwort lässt sich nur direkt am Gerät zurücksetzen.

5Windows-Player und URL-Player einrichten

Windows-Player (Kiosk)

Der Windows-Player macht aus einem Windows-PC einen vollwertigen Dauer-Bildschirm: Vollbild-Anzeige, Video mit Ton, automatischer Neustart nach Stromausfall und eine Überwachung, die den Player bei einem Absturz von selbst wieder startet. Eingerichtet wird er mit einem Installationsprogramm.

1
Installer herunterladenLaden Sie TempioKiosk-Setup aus dem Signage-Bereich auf unserer Webseite.
2
Als Administrator installierenDer Assistent fragt: die Player-Adresse, ob dieser PC ein reines Anzeige-Gerät sein soll (dann startet der Kiosk automatisch beim Hochfahren) oder ein Mehrzweck-PC (dann starten Sie den Kiosk bei Bedarf selbst), und optional die automatische Windows-Anmeldung (nötig, damit ein reiner Anzeige-PC nach dem Einschalten ohne Passwort-Eingabe direkt loslegt).
3
Kiosk startenÜber die Desktop-Verknüpfung „Signage-Kiosk starten" (oder automatisch beim Hochfahren, falls so gewählt). Der Bildschirm zeigt den Kopplungscode.
4
Im Dashboard koppelnBereich Bildschirme, Code eingeben – wie beim Pi-Player. Danach Playlist zuweisen, fertig.
So beenden Sie den Kiosk Der Kiosk läuft im Vollbild und startet sich bei einem Absturz selbst neu. Deshalb lässt er sich nicht mit Alt+F4 oder dem Schließkreuz beenden – die Überwachung würde ihn sofort wieder starten. Zum bewussten Beenden gibt es zwei Wege: die Desktop-Verknüpfung „Signage-Kiosk beenden" oder die Tastenkombination Strg+Alt+E. Danach bleibt der Kiosk aus (auch nach einem Neustart), bis Sie ihn wieder über „Signage-Kiosk starten" starten. So können Sie den PC jederzeit auch für anderes nutzen.
Reines Anzeige-Gerät oder Mehrzweck-PC? Soll der PC nur Signage zeigen (wie ein fest verbauter Bildschirm), wählen Sie bei der Installation den Autostart – dann läuft der Kiosk nach jedem Einschalten von selbst. Nutzen Sie den PC auch für anderes, lassen Sie den Autostart weg und starten den Kiosk bei Bedarf über die Desktop-Verknüpfung.

URL-Player

Der URL-Player ist am schnellsten eingerichtet, weil kein Programm installiert werden muss – Sie öffnen nur eine Web-Adresse im Browser (Smart-TV, Tablet, PC-Browser).

1
URL-Player anlegenIm Dashboard unter Bildschirme → URL-Player anlegen (schnell, ohne Code). Sie erhalten eine feste Web-Adresse für diesen Bildschirm.
2
Adresse am Bildschirm öffnenDiese Adresse im Browser des Anzeigegeräts öffnen.
3
Playlist zuweisenund der Inhalt erscheint.
URL-Player: Videos ohne Ton, dauerhafte Internetverbindung nötig Beim URL-Player laufen Videos immer stumm (der fremde Browser schaltet selbststartende Videos ab – das lässt sich hier nicht steuern), und er benötigt eine dauerhafte Internetverbindung. Für Video mit Ton und für Offline-Betrieb nehmen Sie den Raspberry-Pi-Player oder den Windows-Kiosk.

6Playlists mit Inhalten füllen

Eine Playlist ist die Reihenfolge der Inhalte, die auf einem Bildschirm laufen. Sie erstellen und verwalten Playlists im Dashboard unter Playlists.

Inhalte hinzufügen

1
Medien hochladenLaden Sie im Bereich Medien Ihre Bilder und Videos hoch.
2
Zur Playlist hinzufügenFügen Sie die Medien in der gewünschten Reihenfolge zur Playlist hinzu.
3
Anzeigedauer festlegenBei Bildern legen Sie fest, wie lange sie zu sehen sind (Standard: 10 Sekunden). Bei Videos wird automatisch die volle Videolänge als Dauer vorgeschlagen – Sie können sie bei Bedarf verkürzen.
Reihenfolge zählt Die Reihenfolge in der Playlist ist maßgeblich: Genau so, wie Sie Bilder und Videos anordnen, laufen sie auf dem Bildschirm ab – in einer Endlosschleife, bis Sie die Playlist ändern.
Videos werden automatisch optimiert Wenn Sie ein Video hochladen, bereitet der Server es im Hintergrund automatisch für die Bildschirme auf (Komprimierung auf ein platzsparendes, flüssig abspielbares Format). Sie müssen sich darum nicht kümmern – laden Sie einfach Ihr Video hoch.

7Welche SD-Karte für wie viel Video?

Der Raspberry-Pi-Player speichert Videos lokal auf seiner SD-Karte, damit sie auch ohne Internet flüssig laufen. Wie viel Videomaterial passt, hängt von der Kartengröße ab. Als Faustregel gilt nach der automatischen Optimierung etwa 30 MB pro Videominute.

SD-KarteNutzbar für VideosVideomaterial (ca.)
32 GB~20 GB~11 Stunden
64 GB~50 GB~28 Stunden
128 GB~110 GB~60 Stunden
Für die Praxis mehr als genug Signage-Playlists bestehen meist aus wenigen Clips, die in Schleife laufen. Schon eine 32-GB-Karte fasst also viele Stunden Video. Wir empfehlen eine schnelle Markenkarte (Klasse A2), damit Bilder und Videos zügig laden.

8Betriebshinweise & Netzwerk-Empfehlung

Netzwerk-Empfehlung (für IT-Verantwortliche) Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir, Signage-Geräte in einem eigenen, abgetrennten Netzwerkbereich (VLAN) zu betreiben – getrennt von Kassensystemen, Mitarbeiter- und Gastgeräten. Die Konfigurations-Oberfläche (Port 8080) sollte nur innerhalb dieses lokalen Bereichs erreichbar sein und nicht aus dem Internet.

9Hilfe – was tun, wenn etwas nicht läuft?

Der Bildschirm bleibt schwarz

Das Gerät erscheint nicht im Dashboard

Der WLAN-Wechsel hat nicht geklappt

Videos laufen nicht

Weitere Hilfe Kommen Sie nicht weiter? Ihr Ansprechpartner bei Tempio hilft Ihnen gern weiter. Halten Sie dafür den Gerätenamen und – falls vorhanden – die im Dashboard angezeigte IP-Adresse des Geräts bereit.
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